Ich habe mich bewusst für den Blackmagic Design ATEM 1 M/E Constellation 4K entschieden, weil er für den Einstieg in professionelle Live-Produktionen ein sehr starkes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Statt direkt mehrere tausend Euro in ein komplettes System der neueren Generation zu investieren, wollte ich erst einmal solide Technik haben, mit der sich professionelle Produktionen umsetzen lassen.
Der große Vorteil beim ATEM 1 M/E 4K ist, dass man bereits viele Funktionen bekommt, die sonst eher in größeren Broadcast-Systemen zu finden sind:
- 10 skalierbare 12G-SDI Eingänge
- 6 unabhängige SDI-Ausgänge
- Ultra HD / 4K Support
- integrierter Multiview
- DVE-Effekte und Advanced Chroma Keyer
- Fairlight Audiomixer
- USB-Webcam-Ausgang für Streaming oder Videokonferenzen
Gerade für kleinere Produktionen, Livestreams, Vereinsveranstaltungen, Kirchen, Events oder YouTube-Produktionen reicht das oft vollkommen aus.
Der Unterschied zum ATEM 2 M/E Constellation HD oder 4K
Der größte Unterschied liegt bereits im Namen: 1 M/E gegen 2 M/E.
Ein M/E („Mix Effect“) ist vereinfacht gesagt eine eigene Misch-Ebene mit separaten Übergängen, Effekten und Programmausgängen. Beim 2 M/E kann man dadurch deutlich komplexere Produktionen fahren.
ATEM 1 M/E 4K
Der Blackmagic Design ATEM 1 M/E Constellation 4K bietet:
- 1 vollständige Misch-Ebene
- 10 Eingänge
- 6 Ausgänge
- 1 DVE
- 4 Advanced Keyer
- einen Multiviewer
ATEM 2 M/E Constellation HD / 4K
Die größeren Modelle wie der Blackmagic Design ATEM 2 M/E Constellation HD oder Blackmagic Design ATEM 2 M/E Constellation 4K bieten dagegen:
- 2 unabhängige Misch-Ebenen
- deutlich mehr Ein- und Ausgänge
- mehr Keyer und DVEs
- zusätzliche Multiviewer
- komplexere Routing-Möglichkeiten
- mehr Möglichkeiten für große Produktionen, LED-Wände oder parallele Feeds
Gerade bei großen Events, TV-Produktionen oder aufwendigen Livestreams merkt man den Unterschied schnell. Mit 2 M/E kann man zum Beispiel gleichzeitig unterschiedliche Programmsignale fahren oder getrennte Produktionen parallel steuern. In der Praxis ist das vor allem für größere Regien interessant. Auch in der Community wird oft gesagt, dass ein 2 M/E besonders dann sinnvoll wird, wenn man mehrere unabhängige Ausspielwege oder komplexe IMAG-Produktionen benötigt.
Warum der 1 M/E für den Anfang trotzdem sinnvoll ist
Für viele Produktionen ist der Schritt direkt auf ein 2 M/E-System finanziell einfach zu groß. Der Blackmagic Design ATEM 1 M/E Constellation 4K bietet bereits professionelle SDI-Technik, 4K-Fähigkeit und genug Reserven für anspruchsvolle Livestreams.
Außerdem lernt man mit einem kleineren System die komplette ATEM-Welt deutlich besser kennen:
- Routing
- Keying
- Makros
- Multiview
- Audiomischung
- Streaming-Workflows
Und wenn die Produktionen später größer werden, kann man immer noch auf einen 2 M/E oder sogar 4 M/E wechseln.
Für mich war deshalb klar: Lieber mit einem starken und bezahlbaren System starten, Erfahrungen sammeln und später gezielt erweitern, statt sofort ein deutlich teureres Komplettsystem zu kaufen.
Bilder folgen
